Da heutzutage oft auch Minderjährige ein Mobiltelefon benutzen, kann es vorkommen, dass damit kostenpflichtige Mehrwertdienste (z.B. Kauf von Spielguthaben) in Anspruch genommen werden. Der Erwerb oder die Inanspruchnahme eines Mehrwertdienstes hat eine vertragliche Bindung mit dem Mehrwertdienstanbieter zur Folge. Der Vertrag ist jedoch als ungültig zu erklären, sollte sich herausstellen, dass zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses weder vorgängig noch nachträglich eine Zustimmung des rechtlichen Vertreters des/der Minderjährigen vorgelegen hat und der Betrag den Umfang des üblichen Taschengelds übersteigt. Die Erziehungsberechtigten der/des Minderjährigen haften somit nur, wenn die Haftung vorgängig anerkannt oder der Vertrag durch die Erziehungsberechtigten im Nachhinein genehmigt wurde. Werden also Gebühren für Mehrwertdienste erhoben, die durch eine minderjährige Person entstanden sind, so können sich die Erziehungsberechtigten bei einer fehlenden Einwilligung zum Vertragsschluss auf die Ungültigkeit des Vertrages berufen.