Das Verfahrens- und Gebührenreglement schreibt in Art. 8 unter anderem vor, dass die begehrende Partei im Schlichtungsbegehren glaubhaft darlegen muss, dass sie vorher versucht hat, mit der anderen Partei eine Einigung zu finden und der letzte Kontakt in der strittigen Angelegenheit in der Regel nicht länger als zwölf Monate zurückliegt.

Die folgenden Empfehlungen gelten für die schriftliche Beanstandung. Natürlich können Sie sich auch telefonisch an den Anbieter wenden.


Handelt es sich bei der anderen Partei um einen FERNMELDEDIENSTANBIETER, muss sich die Kundin/der Kunde schriftlich an den betroffenen Fernmeldedienstanbieter wenden.

Was im Beschwerdebrief an den Fernmeldedienstanbieter stehen sollte:

  • Korrekte Adresse des Fernmeldedienstanbieters
  • Datum des Versands des Briefes
  • Darlegung des Sachverhalts
  • Grund, weshalb die Kundin/der Kunde nicht einverstanden ist sowie die Nennung des Ziels
  • Frist von 20 Tagen zur Beantwortung des Beschwerdebriefes
  • Unterschrift

Handelt es sich bei der anderen Partei um einen MEHRWERTDIENSTANBIETER (Inhaber einer 090x-Rufnummer oder SMS-Kurznummer), muss der betroffene Mehrwertdienstanbieter angeschrieben werden.

Was im Beschwerdebrief an den Mehrwertdienstanbieter stehen sollte:

  • Korrekte Adresse des Mehrwertdienstanbieters. Sollte nur eine 090x-Rufnummer oder eine ähnliche Rufnummer bekannt sein, so kann die Adresse des Mehrwertdienstanbieters über das Verzeichnis des BAKOM abgerufen werden.
    Sollte nur eine SMS-Kurznummer bekannt sein, so kann die Adresse des Mehrwertdienstanbieters über die Verzeichnisse der Fernmeldedienstabieter abgerufen werden.
  • Datum des Versands des Briefes
  • Angaben, welche Verbindungen (Datum, Zeitangabe, Dauer, Preis oder detaillierter Verbindungsnachweis des rechnungsstellenden Fernmeldedienstanbieters beilegen) bestritten werden
  • Grund, weshalb die Kundin/der Kunde die Verbindungen bestreitet sowie die Nennung des Ziels
  • Frist von 20 Tagen zur Beantwortung
  • Unterschrift

Der Beschwerdebrief sollte wenn möglich eingeschrieben an den betroffenen Fernmelde- oder Mehrwertdienstanbieters gesandt werden. Die Kundin/der Kunde sollte der Schlichtungsstelle eine Kopie des Briefes (samt Postquittung wenn eingeschrieben geschickt) und eine Kopie des Antwortbriefes des Fernmelde- oder Mehrwertdienstanbieters zustellen. Erfolgt keine Antwort auf den Beschwerdebrief, sollte die Kundin/der Kunde die Schlichtungsstelle über das Ausbleiben der Antwort informieren.